Abseits des Brettes

Corona…..

Nein heute mal nicht.

Heute erzähle ich euch mal, was ich abseits des Brettspieltisches spiele, denn Spielen in vielen Facetten ist neben Gärtnern und Fotografieren eines meiner Hobbies.

  • Divinity Original Sins 2: für PC und Konsole: Schlicht nach meiner persönlichen Meinung, das beste traditionelle (in einer Gruppe) Rollenspielerlebnis jenseits von echtem Pen&Paper, sei es alleine oder bis zu viert in einem kongenialen kooperativen Modus. Bist du der „Gotterweckte“ der einem Fantasyreich endlich Glück und Wohlstand bringt oder ist der eigentliche Gotterweckte einer deiner KI gesteuerten Mitstreiter -oder gar einer deiner bis zu 3 weiteren menschlichen Mitstreiter? Es ist unglaublich welche Möglichkeiten man in diesem RPG hat, kein anderes Computer-Rollenspiel hat mich so sehr und so oft an viele Geschichten und Erlebnisse aus meiner realen Rollenspielgruppe erinnert. Herausragend sind die rundenbasierten. taktisch und spannenden Kämpfe mit allen denkbaren und undenkbaren Gegnern. Noch bin ich bzw. wir (ein weiteres RSCT-Mitglied) mit bislang weit über 100h Stunden mitten in der Geschichte und -ganz im Vertrauen- natürlich bin ich selbst der wahre „Gotterweckte“

 

  • Desperados III: für PC und Konsole: Die Rückkehr der „Schleich- und Abmurks-Spiele“ Allzu viel Wahl gibt es in dieser etwas spezielleren Spiele-Abteilung grundsätzlich nicht, aber Desperados III in der Tradition von Commandos und Shadow Tactics, stellt gerade jetzt sicherlich die Krönung dar. Gehe mit bis zu 5 Halunken im Western- Setting auf die Pirsch und löse Missionen, indem du dich heranschleichst, kundschaftest, mordest oder „Unfälle“ herbeiführst. Die Missionen sind sehr lange, nicht unfair aber mit zunehmender Spieldauer herausfordernd und können auf verschiedenen Wegen gelöst werden. Nichts für gewaltfreie Spielstunden und dein bester Freund wird die Schnellspeicherfunktionstaste werden.

 

 

  • Red Dead Redemption II: für PC und Konsole. Lange habe ich einen Umweg um dieses Spiel gemacht, nun aber ist der Funke übergesprungen und ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: RDRII nicht nur ein Spiel sondern ein Kunstwerk, aber sicherlich kein Spiel für jeden. Man zeige mir mal, das Spiel, welches irgendein Setting (hier der späte Wilde Westen zu Beginn der 1900 er Jahre) glaubwürdiger, atmosphärischer und ja „lebensecht“ auf den Bildschirm zaubert. Man (hier eigentlich mit Doppel-N geschrieben) ist ein durch und durch zwielichtiger Halunke, Mitglied einer Bande, die schon mal bessere Zeiten gesehen hat und eine Person, die nicht nur einfach klischeehaft Outlaw, Verbrecher, Räuber, ja und sogar Mörder ist, sondern im Verlauf der -gescripteten- Story zunehmend vielschichtig präsentiert wird. RdRII ist zwar einerseits Open World, aber mit Einschränkungen, die ich persönlich für nachvollziehbar sinnhaft im Sinne der Präsentation einer Geschichte halte. RDRII ist ebenso kein echtes Rollenspielerlebnis im klassischen Sinn, weil die Entwickler letzten Endes eben die Geschichte vorgeben und ja auch das „Ende“ angesichts der Quasi-Fortsetzung Red Dead Redemption von 2010 (Ja wir spielen hier ein Prequel!) tragischerweise vorgegeben ist. Aber lässt man sich darauf ein, erlebt man eine Welt, die so unbeschreiblich dicht und atmosphärisch ist, wie ich sie selbst bei meinem Lieblingsspiel Witcher III niemals so erlebt habe. Ich spiele RdRII langsam im sozusagen Slow-Modus, genieße Abendstunden unter dem sternenklaren Himmel in der Prairie oder schaue dem Wild an einem Bachlauf in der goldenen Morgensonne zu, freilich spanne ich dann irgendwann den Bogen und jage frisches Fleisch und verkaufe das Fell (deshalb der Bogen) an einen Trapper. Ich haste nicht von Mission zu Mission, nein, ich lebe stundenweise in dieser Welt und treffe dabei abseits der Hauptmissionen auf lustige, gefährliche, skurrile, tragische und nette Charaktere. Es ist unglaublich, was alles in diesem Spiel steckt. Meine Hochachtung vor den Leuten, die das in irgendeinen Speicher gebannt haben. Chapaux

Willst du Action, willst du reinrassige Open World, willst du klassisches Roleplay, dann ist RdRII nichts für dich, willst du das virtuelle Leben von Arthur Morgan verkörpern, dann ist das und nichts anderes dein Spiel des Lebens.

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