Abseits vom Spielbrett

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Abseits vom Spielbrett

Tja, was soll ich sagen, ich bin trotz meiner 50 plus einfach in vielem ein Kind geblieben und ich spiele für mein Leben gern. Abseits von den diversen Brettspielen gibt es da natürlich noch die Sparte der Computerspiele. In meiner Jugend ging das noch einigermaßen an mir vorbei, irgendwie war ich damals tatsächlich „zu alt“ für C64 und Amiga. Erst als PC´s so langsam Einzug in den Alltag zu Hause fanden, wurde das ein Thema für mich. Der erste war ein gebrauchter Schneider mit spezieller EGA Grafik, die aber praktisch kein Spiel damals kannte und so zockte ich mit meiner Schwester Frogger in CGA Grafik nächtelang um den Highscore. Dann kamen die sogenannten AT´s mit 286er Chip, jetzt dann wirklich mit EGA Grafik (16 Farben!!!!!) und später die Revolution VGA Grafik mit 265 Farben….dazu noch lange Jahre fürchterliches Gepiepse aus dem Gehäuse, bis es dann erstmals durch Adlib-Soundkarten bezahlbare Synthi-Musik auch auf dem PC gab. Amiga und Atari ST Besitzer hatten schon damals nur ein müdes Lächeln für die armseligen PC-Dattler übrig.

Irgendwann in dieser Zeit bin ich über ein Meisterwerk der Computerspiele gestolpert: Master of Orion II. Da konnte man ganz in Star Trek Manier, dahin gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor war und fremde Welten (in CGA-Grafik) erforschen. Ich folgte Hinweisen auf eine ausgestorbene Alien Technologie Nächte- und Wochenlang, ohne diese Ancients jemals zu finden.

Die Evolution hatte damals einen Namen: ORIGINS – We create Worlds: Abseits von meinen Weltraumabenteuern, faszinierte mich deren Spielereihe Ultima und zwar beginnend mit Ultima V auf einem 386-er in EGA-Grafik, ein fantastisches Computer-Rollenspiel, indem ich faktisch alleine und im Spiele aber doch mit festen Freunden mich noch viele kommenden Teile durch das Land Britannia schlug und unzählige virtuelle Abenteuer erlebte. Irgendwann in den 90er Jahren konnte man dann in spektakulärer 3D Umgebung in einem winzigen Fenster auf den Bildschirm sich in Ultima Underworlds frei in einem riesigen Dungeon sich bewegen. Parallel dazu, kam ich über verschiedene Wing Commander Teile, die natürlich ebenfalls von Origin programmiert wurden, auch wieder in den Weltraum zurück – Ja ich war das Herz des Tigers und löschte die Kilrathi-Flotte aus. Nicht missen möchte ich die genialen Lucasfilm Point&Click Adventures aus dieser Zeit wie das geniale Monkey Island I und II, sowie Indy III und Indy IV -Fate of Atlantis, was für mich der wahre 4. Indiana Jones Film war und ist.

Es folgte ein Bruch in meinem Leben: Computerspiele und Spiele überhaupt traten in den Hintergrund. Real Life – Arbeit und Beziehung(desaster) übernahmen die Kontrolle.

Nun, nachdem ich früher als gedacht, gesundheitlich gezwungen zum Frührentner geworden bin und nach dem was weiß ich wievielten Beziehungsdesaster, von derartigen seltsamen Dingen die Nase erst mal voll habe, ist da -neben dem RSCT natürlich 😉 –

Stellaris

ein PC Game, dass schon über 2 Jahre still und leise in meiner Steam Bibliothek schlummerte. Das Studio Paradox Games bekannt für sehr anspruchsvolle Strategiespiele wie Europa Universalis, Hearts of Iron, etc. Spiele zu denen ich aufgrund der sehr hohen Einstiegshürde nie einen Zugang gefunden habe.

Und jetzt ist es plötzlich wieder da: Das alte Master of Orion Gefühl. Es hat mich wieder wie damals voll gepackt und reißt mich aus dem Alltag. Tagsüber bin ich mit Wilma fotografierend unterwegs, so wie ich es gesundheitlich eben kann, entspanne etwas im Garten und Nachts kommandiere ich mein eigenes Sternenreich. Da fragt mich keiner, wie alt ich bin und welche gesundheitlichen Schwächen ich habe, ja ich vergesse sogar manchmal meine Schmerzen. Wilma passt auf, dass ich dann doch noch meinen Schlaf finde und ich anderntags mich wieder um sie, meine treueste Seele kümmere.

Empfehlung: Stellaris, mehr als ein Weltraum Game, eine Zukunftssimulation, indem du neben der Erforschung einer Galaxie, verschiedene Gesellschaftsformen ausprobieren kannst.

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